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News zu Chrysler, Vision

NAIAS 2006 Detroit: DaimlerChrysler zeigt Technologie für sauberste Diesel der Welt

08.01.2006

NAIAS 2006 Detroit: DaimlerChrysler zeigt Technologie für sauberste Diesel der Welt
Markenübergreifende Initiative BLUETEC: Diesel mit Potenzial für alle 50 US-Staaten
Mercedes-Benz E 320 BLUETEC wird als erstes BLUETEC-Serienfahrzeug ab Herbst 2006 in den USA verkauft
Dr. Dieter Zetsche: “Wir werden BLUETEC in allen Marken zum Nutzen unserer Kunden anbieten.“
Detroit/Stuttgart, 08.01.2006
Auf der „North American International Auto Show“ (NAIAS) in Detroit startet die DaimlerChrysler AG unter der Überschrift „BLUETEC – Technologie für die saubersten Diesel der Welt“ mit einer wegweisenden und markenübergreifenden Initiative ins Jahr 2006. Das Unternehmen zeigt auf den Messeständen von Mercedes-Benz sowie der Chrysler Group Fahrzeuge mit BLUETEC, welche die hervorragenden Perspektiven des Diesel aufzeigen. Mit BLUETEC haben Diesel-Personenwagen das Potenzial, die strengsten Abgaslimits weltweit zu erfüllen, auch in allen 50 US-Staaten. Damit kann der moderne Dieselantrieb zukünftig sein volles Potenzial für Verbrauchsreduktion und Umweltschutz auch im amerikanischen Markt entfalten.
„BLUETEC steht für die saubersten Diesel der Welt”, sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG und Chef der Mercedes Car Group. „Wir werden BLUETEC über alle unsere Marken hinweg zum Nutzen unserer Kunden anbieten.”
Mit dem Mercedes-Benz E 320 BLUETEC, der Vision Mercedes-Benz GL 320 BLUETEC sowie dem Concept Car Jeep® Grand Cherokee BLUETEC zeigt DaimlerChrysler Diesel-Personenwagen mit dem Potenzial, die jeweils sparsamsten und saubersten ihrer Klasse in den USA zu sein. Voraussetzung für die volle Wirksamkeit von BLUETEC bei Personenwagen ist schwefelarmer Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt von weniger als 15 ppm, der auch die Emissionen aller Dieselmotoren, die sich in den USA bereits im Markt befinden, signifikant reduzieren kann. Dieser Kraftstoff ist in Europa flächendeckend eingeführt und soll ab Herbst 2006 auch in den USA zur Verfügung stehen. Als erstes BLUETEC-Serienfahrzeug wird DaimlerChrysler den Mercedes-Benz E 320 BLUETEC ab Herbst 2006 in den USA verkaufen.
Bei den Nutzfahrzeugen rollt der Mercedes-Benz Actros, der bereits mit der BLUETEC-Technologie als Serienausstattung erhältlich ist, weiter auf Erfolgskurs. Rund 9.500 Mercedes-Benz Lkw wurden 2005 mit der neuen Abgastechnologie ausgeliefert. Über 98 Prozent der Kunden haben sich damit für ein Fahrzeug entschieden, das die anspruchsvolle Abgasnorm Euro 5 vorerfüllt.
BLUETEC ist eine Kombination von technischen Maßnahmen zur Reduktion aller relevanten Emissionsbestandteile. Oxidationskatalysator und Partikelfilter gehören beim Personenwagen ebenso dazu wie innovative Techniken der Stickoxidminderung. Ob dabei eine Kombination von Denox- und BLUETEC-Kat oder die in Lastkraftwagen von Mercedes-Benz in Europa bereits in Serienfahrzeugen bewährte AdBlue-Einspritzung zum Einsatz kommt, entscheidet sich jeweils am individuellen Fahrzeugkonzept. Welcher der technischen Wege auch eingeschlagen wird, BLUETEC macht den Diesel in jeder Fahrzeugklasse zum saubersten Diesel der Welt. Die BLUETEC-Dieseltechnologie für Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge basiert auf hocheffizienten Motoren sowie einer Abgas-Nachbehandlung auf Basis der SCR-Technik(SCR = Selective Catalytic Reduction). Das SCR-Wirkprinzip besteht darin, dass Stickoxide unter Zugabe von Ammoniak als Reduktionsmittel in einem Katalysator gezielt in unschädlichen Stickstoff und Was-serdampf umgewandelt werden.
Mit BLUETEC nutzt DaimlerChrysler konsequent das Potenzial moderner Dieselmotoren als ein Bestandteil der Initiative „Energie für die Zukunft“, in der die Strategie des Unternehmens zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft beschrieben wird. Als weitere Bestandteile treibt DaimlerChrysler die Optimierung des Ottomotors weiter voran und engagiert sich für die Verbesserung der Qualität konventioneller Kraftstoffe sowie die Förderung synthetischer Kraftstoffe. Weitere Schwerpunkte sind die Entwicklung und Einführung von Hybridantrieben und der Brennstoffzellentechnologie.

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Mercedes-Benz auf der IAA 2005: „Coming Home“ mit vier Weltpremieren

12.09.2005

Mercedes-Benz auf der IAA 2005: „Coming Home“ mit vier Weltpremieren
Frankfurt/Main, 12.09.2005
Die Weltpremiere der neuen S-Klasse stand im Mittelpunkt der Mercedes-Benz Pressekonferenz zum Auftakt der 61. Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt. Bei seinem ersten Auftritt als neuer Chef der Mercedes Car Group präsentierte Dr. Dieter Zetsche darüber hinaus drei weitere Weltneuheiten von Mercedes-Benz: die europäische Version der R-Klasse, das Hochleistungs-SUV ML 63 AMG und die seriennahe Studie Vision R 63 AMG.
„Vor sechs Jahren war ich zuletzt als Mercedes-Mann auf der IAA für mich ist das heute ein coming home.“ Mit diesen Worten begrüßte Dieter Zetsche die Gäste zur Mercedes-Benz Pressekonferenz. „Nach zwölf Tagen im Amt eine neue S-Klasse präsentieren zu können, ist mehr als man sich wünschen kann“, betonte Zetsche. Auf die im Vorfeld der Messe geäußerten Spekulationen über eine baldige Nachfolgeregelung erwiderte Zetsche, er gehe die Aufgabe als Vor-standsvorsitzender der Mercedes Car Group „mit ganzem Herzen, voller Freude und für einen unbegrenzten Zeithorizont“ an.
Als Mitglied des Vorstands der DaimlerChrysler AG hat Dieter Zetsche nach sechsjähriger erfolgreicher Arbeit an der Spitze der Chrysler Group zum 1. September 2005 den Vorstandsvorsitz bei der Mercedes Car Group über-nommen. Am 1. Januar 2006 wird er in Personalunion neuer Vorstandsvorsit-zender der DaimlerChrysler AG. „Unsere Kunden“, so Zetsche, profitieren welt-weit von starken Marken mit eigenständigen und attraktiven Produkten. In die-sem Portfolio ist Mercedes-Benz das Kronjuwel und mit einem einzigartigen Modellangebot hervorragend aufgestellt."
Die neue S-Klasse: Luxus-Automobil mit Vorbildfunktion
Die neue S-Klasse soll die traditionelle Führungsrolle der weltweit erfolgreichsten Luxusautomobil-Baureihe ausbauen und als Technologieträger einmal mehr Vorbild für die gesamte Automobilbranche sein – vor allem bei der Sicherheit und hier speziell in puncto Unfallvermeidung. Zu den Highlights auf diesem Gebiet zählt der neue Nachtsicht-Assistent, der die Sichtweite des Fahrers bei Dunkelheit erheblich vergrößert. Eine weitere Top-Innovation ist der Bremsas-sistent BAS PLUS, der mit zwei leistungsstarken Radarsystemen kombiniert ist und das Risiko von Auffahrunfällen um bis zu 75 Prozent reduzieren kann.
Neben der Entwicklung von innovativen Assistenzsystemen hat Mercedes-Benz besonderen Wert auf die Konditionssicherheit des Fahrers gelegt. Ergebnis: Dank intelligenter Komfortfeatures sowie einfacher und intuitiver Bedienbarkeit entlastet die neue S-Klasse den Fahrer und schont – wie durch Puls- und Blutdruckmessungen wissenschaftlich nachgewiesen dessen Leistungsreserven.
Neues Fahrwerk und neue Motoren
Einen weiteren Schwerpunkt bei der Entwicklung der neuen S-Klasse bildete die Synthese aus Fahrdynamik und Fahrkomfort. So verfügt das neue Mercedes-Flagschiff über ein hoch modernes und aufwändig konstruiertes Fahrwerk, das unter anderem serienmäßig die optimierte Luftfederung AIRMATIC mit dem a-daptivem Dämpfungssystem ADS II bietet.
Neu entwickelt haben die Mercedes-Benz Ingenieure auch drei der vier Moto-ren, die zunächst für die neue S-Klasse erhältlich sind. Verglichen mit ihren Vorgängern liefern sie bis zu 26 Prozent mehr Leistung und bis zu 15 Prozent mehr Drehmoment – und das bei zum Teil deutlich reduziertem Verbrauch. Zum Marktstart im Herbst bietet Mercedes-Benz zwei hoch moderne Benziner an: den 3,5-Liter-V6 mit 272 PS und den völlig neu entwickelten V8-Benzinmotor. Im S 500 produziert der kraftvolle Achtzylinder 388 PS und 530 Nm Drehmoment, Spitzenwerte im Segment. Ab dem ersten Quartal 2006 wird das Motorenangebot um den jetzt 517 PS starken V12-Biturbo im Topmodell S 600 und um einen Diesel – den S 320 CDI mit 235 PS und 540 Nm erweitert.
Drei weitere Weltpremieren von M- und R-Klasse Modellen
Parallel zur neuen S-Klasse präsentiert Mercedes-Benz in Frankfurt drei weitere automobile Weltneuheiten, darunter der ML 63 AMG, die stärkste M-Klasse aller Zeiten. Ihr 510 PS starker 6,3-Liter-V8 weist die höchste spezifi-sche Leistung (81 PS/l) aller derzeit verfügbaren Achtzylinder-Saugmotoren auf und macht den ML 63 AMG zum stärksten Serien-SUV der Welt. Der neue Motor wird ab 2006 in weiteren AMG-Modellen angeboten; er treibt auch die ebenfalls in Frankfurt vorgestellte seriennahe R-Klasse Studie R 63 AMG an.
Als dritte Weltneuheit präsentiert Mercedes-Benz die europäische Version der R-Klasse mit kurzem Radstand und strafferer Fahrwerksabstimmung. In dieser Modellvariante debütiert Anfang 2006 der 224 PS starke V6-Diesel, der beson-ders günstige Verbrauchswerte aufweist und serienmäßig mit Partikelfilter aus-gerüstet ist. Zur weltweiten Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs setzt die Marke mit dem Stern auch weiterhin auf modernste Diesel Technologie. Zetsche: „Ich bin sicher, dass unsere wegweisende Dieseltechnologie künftig auch in den USA Erfolg haben wird. Ab 2006 werden wir den 320 CDI-V6-Motor dort in verschiedenen Mercedes-Modellen einführen.“

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Internationaler Presse-Workshop - Faszination Forschungsfahrzeuge

07.10.2004

„Kundenorientierte Forschung und Entwicklung bleiben für DaimlerChrysler die Basis für technologischen Vorsprung“, sagt Dr. Thomas Weber, DaimlerChrysler-Vorstand für Forschung und Technologie, der seit wenigen Monaten zusätzlich auch für die Entwicklung der Mercedes Car Group verantwortlich zeichnet. Diese neue Managementstruktur im Vorstand garantiert zukünftig eine noch schnellere und effizientere Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Serienentwicklung.
„Rund 15 Millionen Euro investieren wir täglich, um aus Ideen neue Projekte und Produkte zu entwickeln“, berichtet Dr. Weber und stellt erste Testergebnisse mit dem rollenden Forschungslabor F 500 Mind vor. Vom Ideenreichtum seiner Wissenschaftler und Ingenieure profitiere nicht nur das Unternehmen, sondern auch der Standort Deutschland insgesamt.
Der mit Hybridantrieb, Nachtsichtsystem, Multivision-Display sowie einem Dutzend anderer zukunftsweisender Technologien ausgestattete Forschungswagen ermöglicht einen Ausblick auf die Fahrzeugtechnik von übermorgen. Dr. Weber: „Mit jeder dieser Innovationen kommt ein Stück automobile Zukunft in Fahrt. Denn der F 500 Mind ist kein visionäres Showcar, sondern beinhaltet Forschungsprojekte mit realistischer Serienperspektive.“
Nach der Vorstellung des F 500 Mind auf der Tokyo Motor Show im Oktober 2003 haben Ingenieure der DaimlerChrysler-Forschung das Fahrzeug bei verschiedenen Testfahrten eingesetzt, um Alltagstauglichkeit und Akzeptanz der technischen Neuentwicklungen zu untersuchen. Im Mittelpunkt stand dabei der Hybridantrieb aus V8-Dieselmotor und Elektromaschine, das in Summe maximal 234 kW Leistung und 860 Newtonmeter Drehmoment entwickelt. Damit verfügt der Forschungswagen über den derzeit stärksten Hybridantrieb heckangetriebener Personenwagen.

Mit Hybridantrieb bis zu 20 Prozent Kraftstoffeinsparung im NEFZ-Zyklus

Die Praxisforschung deckte Vor- und Nachteile der alternativen Antriebstechnik auf. Zu den Pluspunkten zählt die elektronisch gesteuerte Arbeitsteilung beider Motoren: Bei langsamer Fahrt im Stop-and-go-Verkehr, beim Anfahren oder beim Einparken wird der Dieselmotor abgeschaltet und der F 500 Mind elektrisch angetrieben. Dadurch lassen sich im NEFZ-Fahrzyklus rund 20 Prozent Kraftstoff sparen. Allein die Möglichkeit, den Dieselmotor beim Ampel-Stopp abzuschalten und mithilfe der Elektromaschine anzufahren, bringt im Testzyklus einen Verbrauchsvorteil von rund zehn Prozent. Eine automatische Energierückgewinnung beim Bremsen trägt mit weiteren fünf bis sieben Prozent zur Kraftstoffeinsparung bei.
Allerdings stellten die DaimlerChrysler-Forscher eine Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit, also zwischen dem Kraftstoffverbrauch im NEFZ-Testzyklus und dem Kraftstoffverbrauch im kundennahen Praxiseinsatz, fest. „Der Realverbrauch des Hybridantriebs im Langstreckenverkehr, also bei Überland- oder Autobahnfahrten, liegt derzeit höher als bei einem serienmäßigen Mercedes-Dieselmodell“, berichtet Professor Dr. Herbert Kohler, Leiter der Forschungsdirektion Fahrzeugaufbau und Antrieb. Fahrversuche von DaimlerChrysler zeigen, dass der Hybridantrieb vor allem für den innerstädtischen Verkehr prädestiniert ist, weil nur hier Vorteile wie der Motor-Stopp an der Ampel und die Energierückgewinnung bei häufigem Bremsen voll zur Geltung kommen.
Pluspunkte des Hybridsystems gegenüber einem vergleichbaren Dieselmotor werden die Fachleute der DaimlerChrysler-Forschung in nächster Zeit genauer untersuchen und so das zukünftige Einsatz-Szenario dieser Antriebsalternative definieren. „Wir wollen den Hybridantrieb so abstimmen und so einsetzen, dass seine Vorteile in einem guten Verhältnis zu seinem hohen technischen Aufwand stehen. Nach den bisherigen Praxistests wissen wir, dass der Dieselmotor insgesamt ein größeres Potenzial zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen bietet“, resümiert Professor Dr. Herbert Kohler.
Auf dem Weg zum Automobilantrieb der Zukunft arbeitet das Stuttgarter Automobilunternehmen nach einem Fünf-Stufen-Konzept. Es basiert auf der konsequenten Weiterentwicklung der konventionellen Otto- und Dieselmotoren, beinhaltet den Einsatz neuer, umweltverträglicher Kraftstoffe und wird auch die Entwicklung serienfähiger, alternativer Antriebskonzepte wie der Hybridtechnologie und der Brennstoffzelle nicht vernachlässigen. Den Hybridantrieb sieht DaimlerChrysler als Brückentechnologie vom Verbrennungsmotor zur Brennstoffzelle, die völlig schadstofffrei und geräuscharm arbeitet.

Viel versprechende Praxisforschung neuartiger Fahrer-Assistenzsysteme

Ein weiteres wichtiges Forschungsthema, das mithilfe des F 500 Mind bearbeitet wird, ist die Entwicklung innovativer Assistenzsysteme zur Entlastung des Autofahrers. Dazu zählt unter anderem ein Nachtsichtsystem auf Basis des Infrarot-Laser-Lichts. Es zeigt bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen parkende Autos oder andere Objekte und macht sie weitaus früher sichtbar als herkömmliche Scheinwerfer. Das bedeutet einen weiteren großen Sicherheitsgewinn.
„Wir betrachten diese Technik als einen weiteren wichtigen Beitrag zur Verringerung des noch immer sehr hohen Unfallrisikos bei Nachtfahrten oder bei schlechten Sichtverhältnissen“, erklärt Dr. Thomas Weber. Mit dem rollenden Forschungs-labor F 500 Mind wollen Wissenschaftler die Akzeptanz dieses Systems untersuchen und es optimal auf die Anforderungen von Autofahrerinnen und Autofahrern abstimmen. Mit solchen Assistenzsystemen kommen die Fachleute von Daimler-Chrysler ihrem Fernziel Stück für Stück näher: der „Vision vom unfallfreien Fahren“.
Bei der Entwicklung von Fahrer-Assistenzsystemen ist Mercedes-Benz seit Jahren führend und wird diese Vorreiterrolle durch Neuentwicklungen, wie sie zum Beispiel mit dem F 500 Mind erprobt werden, weiter ausbauen. Durch moderne Technik wollen die Forscher den Autofahrer gezielt entlasten. So kann er sich besser auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und schont seine Leistungsreserven, um in kritischen Situationen sicher und souverän handeln zu können.
Dieses vorbildliche Zusammenspiel von Mensch und Technik prägt ein charakteristisches Merkmal aller Mercedes-Modelle: die Konditionssicherheit. Keine andere Automobilmarke widmet diesem Aspekt der Fahrzeugentwicklung so große Aufmerksamkeit wie Mercedes-Benz. Praxisuntersuchungen über die psychische und physische Beanspruchung des Autofahrens führen Mercedes-Ingenieure und DaimlerChrysler-Forscher bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten durch; sie sind auch mit dem F 500 Mind geplant, um die Wirksamkeit neuer Assistenzsysteme zu testen.

Zukunftsweisendes Konzept für einfache, intuitive Fahrzeugbedienung

Zur Mensch-Maschine-Interaktion gehört auch die Entwicklung neuer Bedien- und Anzeigekonzepte für das Auto der Zukunft. Im F 500 Mind wird ein System erforscht, das Tachometer, Drehzahlmesser, Navigationsanzeige und andere Instrumente in einem Multivision-Display vereint. Es ermöglicht dem Autofahrer das individuelle Bedienen und Ablesen der drei Anzeigebereiche, sodass er nur die jeweils gewünschten Informationen im Blick hat. Ein Tastendruck am Lenkrad genügt, um die Anzeigen zu wechseln. Für andere Einstellungen wurde ein so genanntes Touchpad entwickelt, das sich ergonomiegerecht vor der mittleren Armauflage befindet. Hier lassen sich durch Antippen mit dem Finger die Bedienflächen auf dem Display direkt anwählen und damit Funktionen wie Navigation, Autoradio, Telefon oder Klimaanlage leicht und bedienungsfreundlich steuern. Das berührungsempfindliche Touchpad bietet den Vorteil einer direkten Wechselwirkung zwischen Bedienung und Anzeige. Die Schaltflächen sind genauso angeordnet wie die Bedienbereiche auf dem Display und folgen spontan jeder Fingerbewegung.
„Die zunehmende Komplexität der Technik erfordert ein leicht verständliches, schnelles und zuverlässiges Bedien- und Anzeigekonzept“, erklärt DaimlerChrysler-Vorstand Dr. Thomas Weber. Der Autofahrer soll die verschiedenen Funktionen intuitiv steuern, ohne abgelenkt zu werden. Die ersten Praxistests zeigen, dass die Touchpad-Technik des F 500 Mind eine mögliche Alternative für künftige Bedien- und Anzeigekonzepte ist.
Dank des intelligenten Bedienkonzeptes mittels Finger-Tipp lässt sich die Anzahl der Schalter und Taster in der Instrumententafel - als ein Ziel - auf ein Minimum reduzieren. Sie werden im F 500 Mind zum Beispiel nur noch für die Sitz-, Lenkrad- und Pedaleinstellung sowie für die Klimaanlage benötigt, zeichnen sich aber ebenfalls durch eine neuartige Technik aus, welche die Bedienung wesentlich erleichtert: Die Taster sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, die bereits auf fünf Zentimeter Entfernung erkennen, wenn sich die Hand des Fahrers oder Beifahrers nähert. Im gleichen Augenblick wird das Anzeige-Display in der Instrumententafel automatisch umgeschaltet und zeigt die jeweilige Schalterfunktion an.

Erfolgreicher Technologie-Transfer vom Forschungs- zum Serienfahrzeug

Forschungsfahrzeuge wie der aktuelle F 500 Mind sind für Mercedes-Benz seit jeher Wegbereiter neuer Technologien. Sie helfen den Ingenieuren, die Komplexität der Innovationen zu erfahren und zu beherrschen. Seit Anfang der Achtzigerjahre hat die Stuttgarter Automobilmarke mehr als zehn solcher rollenden Forschungslabors entwickelt.
Die Serie dieser faszinierenden Fahrzeuge - vom Auto 2000 aus dem Jahre 1981 bis zum aktuellen F 500 Mind - dokumentiert, wie konsequent und vorausschauend DaimlerChrysler Kernthemen der Automobiltechnik untersucht und innovative, zukunftsfähige Lösungen für die Kunden entwickelt.
Viele Systeme der Forschungsfahrzeuge, die vor Jahren noch als revolutionär galten, sind heute im Serieneinsatz. Dazu gehört zum Beispiel der Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC. Er wurde 1991 erstmals im F 100 realisiert und war 1998 erstmals in der S-Klasse lieferbar. Auch das aktive Fahrwerk Active Body Control, das heute in der CL-, S- und SL-Klasse eingesetzt wird, ist ebenso wie Windowbag, Kurvenlicht, Sprachbedienung oder Kohlefaser-Karosserie ein Beispiel für erfolgreichen Technologie-Transfer vom Forschungs- zum Serienfahrzeug.
Auf dem Weg zu richtigen Entscheidungen hilft DaimlerChrysler sein globales Wissensnetzwerk. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 24 000 Entwickler und mehr als 2900 Forscher. Neben den Standorten in Europa unterhält DaimlerChrysler auch in den USA, in China, in Indien und in Japan Forschungszentren. Neue Impulse für die Gestaltung geben Design-Center in Kalifornien, in Tokio und in Como.
Ein entscheidender Schrittmacher auf dem Weg zum adäquaten Transfer von Forschungsleistungen in die Serienproduktion ist das so genannte Digital Engineering. So nimmt DaimlerChrysler mit der neuen Mercedes-Benz SLK-Klasse eine Vorreiterrolle ein: Dieses Modell wurde erstmals vollständig digital entwickelt und seine Fertigung in der so genannten digitalen Fabrik konzipiert und erprobt. Die durch solche Prozesse gewonnene Zeit wird für einen bestmöglichen Reifegrad der Produkte investiert. Die enge Verzahnung all dieser Aktivitäten und ein umfassendes Technologie-Monitoring führen zu ergebnisorientierten Forschungsaktivitäten. In enger Abstimmung mit den Marken werden ständig die für den Produkterfolg entscheidenden Features definiert und zielgerichtet zur Serienreife gebracht. Der Fokus liegt dabei auf kundenrelevanten Innovationen und dem Anspruch, innerhalb der Automobilindustrie first-to-market zu sein.

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Mercedes-Benz CLS: Das Coupé, das eine Limousine ist

03.03.2004

"Die Studie Vision CLS, die auf der IAA 2003 gezeigt wurde, hat so viel begeisterten Beifall erhalten, dass wir unsere Idee bestätigt sahen und nun nur sechs Monate später die Serienversion präsentieren", sagte Professor Jürgen Hubbert, Vorstandsmitglied der Daimler-Chrysler, auf der Pressekonferenz anlässlich des 74. Genfer Automobilsalons. Von Herbst 2004 an wird der CLS wahlweise mit einem Sechs- oder Achtzylindermotor ausgeliefert.

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